Anthroposophisch erweiterte Psychotherapie (HPG) und Coaching
„Es kommt nicht darauf an, dass man von einer Geistigkeit weiß oder zu wissen glaubt, sondern darauf, dass dies eine Geistigkeit ist, die auch beim Erfassen der praktischen Lebenswirklichkeit zutage tritt.“ R. Steiner
Rudolf Steiner, der Begründer der Anthroposophie, gab viele Anregungen nicht nur zur Waldorfschule, sondern auch zur praktischen Ausbildung des Denkens, zu einem erweiterten Menschenbild, zur Philosophie der Freiheit, zu Liebe, Medizin und Therapie.
Klarheit und Genauigkeit, die Tugenden der Bewusstseinsseele, sind oft scheinbar und im Konflikt besonders deutlich abhanden gekommen. Anthroposophisch erweiterte Therapie setzt unter anderem genau da an und will die individuelle Orientierung des Gegenübers unterstützen.
Das klare Bewusstsein, in dem sich Empfindungen, Gedanken und Willensentschlüsse widerspiegeln, kann zur Quelle neuer Fähigkeiten, Werte und Selbstidentifikation werden. Dies führt zu erweiterten Perspektiven und einer Entwicklung, die befähigt aus einer inneren Haltung heraus Krisen zu ertragen, zu bewältigen oder zu überwinden.
Dieses Anliegen unterschreibt der Ansatz des amerikanischen Psychiaters Milton Erickson, der die klinische Hypnosetherapie neu definierte.
Durch die Kenntnis der verschiedenen Facetten des menschlichen Bewusstseins wird Veränderung leicht tief.
Auch im NLP steht neben einer zusammen gesammelten Methodenvielfalt ein Menschenbild im Vordergrund, welches von der individuellen Einzigartigkeit ausgeht und gleichzeitig die Schwierigkeit definiert, dass die „Landkarte nicht das Gebiet ist“; begriffliche Hilfskonstrukte nur so präzise sind wie der verfügbare Wortschatz und den individuell dazu assoziierten Erfahrungen. Besonders die Beobachtungsfähigkeit sowie sauberes Denken können hier gelernt werden.
Bei jeder Behandlung steht zu Beginn das biographische Gespräch.
Je nach Lebensphase und Zielstellung geht es oft darum, das eigene Handeln konsequent von dem leiten zu lassen, das manchmal auch „innere Stimme“ genannt wird im Einklang mit den Grenzen, die durch sozialverträgliches Verhalten definiert sind.
Die anthroposophische Psychotherapie kennt genauso wie die klinische Hypnotherapie keine fixierten und identisch reproduzierbaren Techniken, sondern beruht grundständig auf der Begegnung zweier Menschen. Außer den allgemein beschreibbaren Problemen gibt es immer nur den äußerst individuellen Entwicklungsweg jedes einzelnen Menschen. Dieser steht im Mittelpunkt.
Ein paar Lösungen…
Anthroposophisch erweiterte Therapie regt Entwicklungen an, die konkret einladen, individuellen Lebenszielen nachzuspüren und diese zunehmend klarer zu sehen, die eigene Richtung zu finden, und den Mut mit der Achtung vor anderen vereinend, diese auch zu verwirklichen.
In der Paarberatung können diese Veränderungen auch in Einzelgesprächen angeregt werden, wenn nur einer kommt. Dies bewirkt oftmals ein seelisches Mitschwingen des Anderen in einer veränderten Atmosphäre. Es kann eine Deeskalation oder Orientierung des Einzelnen stattfinden.
Häufig sind es Frauen, die die Initiative auch ohne den Partner ergreifen, durch Unterstützung Bewegung in „liegen gebliebene Entwicklungsaufgaben“ bringen, die durch den Partner oft neu gestellt werden.
Oftmals wird Unterstützung und Aufarbeitung besonders im Trennungsprozess benötigt.
Optimalerweise findet Paarberatung jedoch mit den beiden Partnern statt. Die Dynamik der beiden, Rituale in der Körpersprache sowie die verbale und nonverbale Kommunikation, unbewusste Gewohnheiten und Reaktionen, die beidseitige Wortwahl, Reizworte und körperliche Veränderungen in Atmung, Wärmehaushalt und Haltung in Reaktion auf Aktionen des Partners können aus der der Interaktion heraus miteinbezogen werden. Im geführten Gespräch entstehen neues Interesse aneinander, Achtung und Würdigung füreinander.
Durch Gespräche, Interaktionen, Anregung zu Visualisationen und Übungen wird in der anthroposophisch erweiterte Psychotherapie je nach biographischen und persönlichen Aspekten individuell nach einer Entwicklung des Gegenübers als Einzelner im Rahmen der Partnerschaft gesucht. Auch der Rahmen wird betrachtet und möglicherweise verändert.
Kleine Veränderungen im Alltag können große Veränderungen im Inneren bewirken.
So führt das Unglück auf Umwegen oft zu neuem Wachstum und erweiterten Lebensperspektiven.
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